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Meine Landwirtschaft Sachsen - Petition an den Sächsischen Landtag

Wir haben Agrarindustrie in Sachsen satt! Für eine bäuerliche und ökologischere, für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Sachsen!

Wir haben Agrarindustrie in Sachsen satt! Für eine bäuerliche und ökologischere, für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Sachsen!

Petition unterzeichnen:
www.change.org/de/Petitionen-wir-haben-agrarindustrie-in-sachsen-satt-

Mannigfaltige Probleme bedrohen die Zukunftsfähigkeit der sächsischen Landwirtschaft: 2/3 der Agrarflächen sind von Bodenerosion bedroht, die Biodiversität geht dramatisch zurück, die strukturelle Vielfalt ist angesichts von riesigen Monokulturen gefährdet, Bienenvölker sterben, alte Arten und Kulturformen wie Streuobstwiesen verschwinden und riesige Tiermastanlagen stehen für nicht-artgerechte Tierhaltung und verseuchen das Grundwasser mit ihren Abfallprodukten.

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken braucht es eine bäuerliche Landwirtschaft, die sich auch als Umweltschutz begreift, regionale Versorgung gewährleistet, die gleichermaßen innovativ ist und Traditionen und alte Arten bewahrt, aber auch vom technischen Fortschritt profitiert.

„Meine Landwirtschaft Sachsen“ – ein Bündnis von Bauern und Bäuerinnen, Verbrauchern und Verbraucherinnen, Umweltschützern und Umweltschützerinnen engagiert sich für diesen Wandel in der Agrarpolitik. Aus unserem Positionspapier haben wir Forderungen an den sächsischen Landtag formuliert, die Sie mit Ihrer Stimmen unterstützen können!

Wir fordern den sächsischen Landtag auf, folgende Maßnahmen zu unternehmen:

  • Fördergelder in der Landwirtschaft nur in Verbindung mit Umweltschutz einsetzen!
    Übergreifendes Ziel bei der Vergabe von Fördermitteln in der Landwirtschaft muss ein wirksamer Natur- und Umweltschutz sein. Dies schließt im Einklang mit den Zielen der EU etwa die Verringerung von Treibhausgasemissionen, die Anpassung an den Klimawandel, den Natur- und Biodiversitätsschutz und die Verringerung des Ressourcenverbrauchs ein.
    Fördermittel dürfen nicht vergeben werden, um etablierte Praktiken einer industrialisierten Landwirtschaft zu unterstützen.

     

  • Stärkere Förderung des ökologischen Landbaus
    Der ökologische Landbau trägt nachhaltig zur Verbesserung der Bodenqualität bei. Er ermöglicht einen Erhalt der Biodiversität u. a. durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und erhält die Agrobiodiversität und strukturelle Vielfalt. Der Verzicht auf mineralischen Dünger trägt zum Klimaschutz bei. Eine weite Fruchtfolge begünstigt die nötige Kreislaufführung von Phosphor und erhält so die Fruchtbarkeit der Böden.

  • Vielfältige Strukturen ermöglichen – bäuerliche Agrarstrukturen fördern
    Der bäuerliche Nachwuchs braucht Förderung, um landwirtschaftliche Neugründungen zu erleichtern. Dazu gehören keine flächenbezogenen Subventionen, die kleinere Betriebe benachteiligen und bäuerliche Neugründungen blockieren. Stattdessen sollen regionale Landwirtschaft und dezentrale Kreisläufe gestärkt werden.

  • Premium- statt Basisförderung bei Investitionen in Tierhaltungsanlagen
    Eine Förderung von Investitionen im Bereich der Nutztierhaltung sollte nur dann erfolgen, wenn in dem Investitionsvorhaben sicher gestellt wird, dass die Anforderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung erfüllt werden und in besonderem Maße erhöhten Anforderungen an Ressourcen- und Energieeffizienz entsprechen.

  • Sachsen soll gentechnikfrei bleiben
    Die Umwelt und die Lebensmittelwirtschaft in Sachsen müssen vor der Gentechnik geschützt werden. Dies bietet auch einen wirtschaftlichen Standortvorteil. Der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut schränkt die Anbauvielfalt ein. Gentechnikfreie Fütterung mit regional erzeugtem Eiweißfutter muss möglich und wirtschaftlich sein. So kann auf billige Futtermittelimporte aus Lateinamerika verzichtet werden, die Not und Elend bei den dortigen Kleinbauern hervorrufen.

  • Mittelstandsförderung und Stärkung regionaler Landwirtschaft
    Durch die Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten können Ressourcen gespart und Arbeitsplätze in Sachsen geschaffen werden. Dazu ist es notwendig, die regionale Wissensbasis zu erweitern und wieder handwerkliche Verarbeitung anzusiedeln. Eine marktnahe regionale Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte und Futtermittel stärkt den Wirtschaftsstandort Sachsen und ist gleichzeitig ein Beitrag zur Energie- und Verkehrswende in Deutschland.

  • Kochen als Kulturtechnik, Landwirtschaft und Tierhaltung gehören zur Ausbildung ab dem Vorschulalter und auf die Agenda der öffentlichen Debatte
    Die Wechselwirkung zwischen Stadt und Land und deren Annäherung ist notwendig, um das gegenseitige Verständnis zu fördern, da der Großteil der sächsischen Verbraucher in der Stadt lebt, die Lebensmittel dagegen im ländlichen Bereich erzeugt werden. Kochen als Kulturtechnik und Landwirtschaft und Tierhaltung als Lebensgrundlage sollten Gegenstand der Erziehung in Schulen und Kindergärten werden, da dieses Grundwissen über die Generationen durch das Angebot von Industrieprodukten verloren geht.

  • [Stadtgärtnern und öffentliches Pflanzen von Nutzpflanzen]

Positionen des Sächsischen Agrarbündnisses zur Landwirtschafts- Umwelt und VerbraucherInnenpolitik in Sachsen

Unser gemeinsames Interesse sind gesunde, sichere und hochwertige, wohlschmeckende Lebensmittel mit dem Ziel der Nachhaltigkeit in Produktion und Verarbeitung. Das Sächsische Agrarbündnis ist unabhängig und parteipolitisch neutral. Wir sind offen für alle, die gemeinsam mit uns für eine
zukunftsfähige, sozial gerechte und naturverträgliche Landwirtschaft in unserer Region streiten wollen.
Runder Tisch zur Zukunft der Landwirtschaft in Sachsen:
In Debatten um Agrarthemen gehören alle Beteiligten1 der regionalen Wertschöpfungsketten von ErzeugerInnen im Landwirtschaftsbetrieben VerarbeiterInnen der Lebensmittel bis zu den VerbraucherInnen an einen Tisch, um die zukünftige Richtung in der Agrarpolitik mit zu bestimmen:
- Wir brauchen eine echte Wertschätzung und Transparenz von der Urproduktion und Verarbeitung der Lebensmittel bis zum Verbraucher. Dazu gehören ehrliche, verständliche und konkrete Lebensmittelkennzeichnungen bei der Beschreibung von Produkten. Das öffentliche Wissen über
Nahrungsmittelherstellung soll verbessert werden.
- Dazu gehören eine Wahrnehmung der Verbraucherinteressen für gentechnifreie, pestzidrückstandsfreie Lebensmittel und sauberes Trinkwasser.
- In der landwirtschaftliche Nutztierhaltung brauchen wir Transparenz, vorallem bei den Haltungsbedingungen, beim Medikamenteneinsatz und der Tiergerechtheit. Wir brauchen Tierhaltungsverfahren, die in Bezug auf Umweltauswirkungen und Tiergerechtheit den Tieren arteigenes Verhalten ermöglichen und die Umwelt nicht schädigen. Eine bodengebundene Tierhaltungist wichtig, um regionales Futter anzubauen, den Tieren Auslauf zu gewähren und die Verwertung der organischen Abfälle sicher zu stellen.
- Wir brauchen eine vielfältige und artenreiche Landschaft, um die Agrobiodiversität und das Agrarökosystem mit Nützlingen und Insekten zu fördern, entgegen der Vermaisung und Monokulturlandschaften in Sachsen.
- Kleinteilige Landwirtschaft zur regionalen Versorgung mit Obst und Gemüse muß sich durch enge Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Verbrauchern wieder lohnen. Dabei braucht man Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaften genauso wie Initiativen zur urbanen Landwirtschaft und
Gärtnerei auf städtischen Brachen für die Biodiversität und die Verbraucherbildung in der Stadt.

- Vor der Klimaschutzdebatte sehen wir den Spagat der Landwirte zwischen Energie- und Lebensmittelerzeugung und sind der Meinung, dass Lebensmittelerzeugung im Vordergrund stehen muß. Biogasanlagen sollten immer im Betriebskreislauf mit Tierhaltung betrieben werden. Monokulturen und Billigimporte von Agrosprit dürfen in Sachsen nicht die Zukunft sein, die Energiefrage kann nicht auf dem Acker gelöst werden. - Wir stellen uns gegen die Verschwendung und den Preisverfall von Lebensmitteln durch die Überproduktion. Wir wollen die naturverträgliche Landwirtschaft fördern, denn aus Sicht der Umwelt beweist nur geringer Ressourcenverbrauch Weitblick In Zukunft wird landwirtschaftliche Produktion nur in intakten Landschaften und in einer intakten Umwelt möglich sein– auf fruchtbarem Boden, mit sauberem Wasser und mit einer breiten Biodiversität. Notwendig
ist eine Umsetzung der umfangreichen theoretischen Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in die Praxis im landwirtschaftlichen Bereich, um zukunftsfähige Wirtschaftsweisen gezielt anzuwenden.
- Ein Mehr an Technikeinsatz erfordert immer ein Mehr an endlichen Ressourcen. Bislang werden Probleme durch die intensive Landwirtschaft mittels neuer technischer Verfahren, z. B. der Anwendung von gentechnisch veränderten Organismen und des Einsatzes neuer Pestizide
überwunden. Dabei wird in Kapital statt Arbeitskraft investiert. Das geht absehbar nur solange gut, wie die betreffenden Betriebe es sich leisten können. Es ist offen, wie diese in der Umwelt und auf den Menschen wirken, deshalb brauchen wir neue nachhaltige zukunftsfähige Systeme in der
Landwirtschaft.
- Dauerhaft tragfähige Systeme verlangen Anpassungen der Wirtschaftsweise an den Standort und Flexibilisierung. Die Bewirtschaftungs- und Verarbeitungsverfahren und Züchtung bieten ausreichenden Raum für wirklich innovative Entwicklungen.
- Notwendig ist eine Verringerung von synthetischen Düngemitteln und Pestiziden, die nachweislich Boden, Wasser und Artenreichtum schaden. So wollen wir die konventionelle Landwirtschaft zur Abkehr von Glyphosat und Neonikotionoiden bewegen, da die Auswirkungen bisher schon negativ
eingeschätzt wurden. Besonders betroffen ist heute schon das Grundwasser und die Biodiversität- die Auswirkung auf die menschliche Gesundheit ist ungeklärt.
- Wir brauchen einen Schutz der gentechnikfreien Land – und Lebensmittelwirtschaft, indem wir die Abhängigkeit von wenigen großen Saatgutunternehmen verhindern. Diese schränken die Anbauvielfalt durch einzelne Monokulturen ein. Wir sollten das Augenmerk auf eine gentechnikfreie
Fütterung mit regional erzeugtem Eiweißfutter legen. So kann auf billige Futtermittelimporte aus Lateinamerika verzichtet werden, die dort Not und Elend bei den Kleinbauern hervorrufen.
- Jeder Landwirt sollte die Möglichkeit haben, die samenfeste Sorten und regional angepaßtes Saatgut anzuwenden, ohne Probleme mit dem Saatgutgesetz oder der Belegung mit Patenten durch Saatgutkonzerne. Nur so kann die Vielfalt der alten Landsorten und die Agrobiodiversität erhalten
werden.
- Imkerei und Landwirtschaft gehören zusammen: Nur durch eine breite Fruchtfolge können Bienen ganzjährig ein Trachtangebot vorfinden. Bienen sind ein Indikator für Umweltprobleme, durch eine engere Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft soll die Imkerei gestärkt werden.
- Um dauerhaft Lebensmittel produzieren zu können, müssen wir den Boden nachhaltig schützen und die Bodenfruchtbarkeit erhalten. Dabei muß Bodenverdichtung, Humus-Abbau und Erosionsschäden durch intensive Bewirtschaftung, Monokulturen und zu schwere Landmaschinen verhindert werden
und die Versiegelung und Überbauung des fruchtbaren Ackerlandes gestoppt werden.
- Wir wollen zu einer marktnahen regionalen Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte und Futtermittel. Durch die Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten können Ressourcen gespart werden und Arbeitsplätze in Sachsen geschaffen werden. Dazu ist es notwendig die regionale
Wissensbasis zu erweitern und wieder handwerkliche Verarbeitung anzusiedeln.
- Beispielgebend soll der ökologische Landbau als Impulsgeber für eine naturschonende Form der Land- und Lebensmittelwirtschaft mit seinen Erfahrungen und agrarökologischen Leistungen gesehen werden. Die Anforderungen bedingen die Strukturen- bäuerliche Agrarstrukturen fördern und Landgrabbing stoppen.
Laut dem amtlichen Agrarbericht bewirtschaften in Sachsen 11% der Betriebe (absolut 618 Betriebe) 60% der Fläche. Dieses Verhältnis hat sich in den zurückliegenden Jahren nicht wesentlich verändert. Juristische Personen (AG, GmbH, Genossenschaften, aber auch Kirchen) hatten dabei mit deutlichem Abstand die größten Betriebe. Mit einem Durchschnitt von 857 ha je Betrieb waren sie fünfmal so groß wie der landesweite Durchschnitt mit 160 ha je Betrieb. Rund 220 Betriebe bewirtschaften Flächen von über 1.000 ha.
Im Jahr 2010 hat ein Anteil von knapp 70% der Landwirtschaftsbetriebe auf gepachtetem Land gewirtschaftet. Der Pachtflächenanteil lag bei 76% der Betriebsfläche der jeweiligen Betriebe.
· Wir grenzen uns ab gegen das Ausspielen von „Groß gegen Klein“ oder „bio gegen konventionell“ und pauschale Bewertungen. Es gibt Agrargenossenschaften, die auf 1.000 Hektar Ökolandbau betreiben und es gibt kleine konventionelle Haupterwerbsbetriebe, die in punkto Naturschutz
vorbildlich wirtschaften. Wichtig bei der Diskussion ist für uns, dass über – auch strukturell bedingte – Flächengrößen, Zwänge, Handlungsmuster und Bewirtschaftungsweisen gesprochen werden muß.
· Wir stellen dabei die Ziele einer intakten Umwelt, regionaler Wirtschaftskreisläufe und sozial verantwortlichen Handelns in den Vordergrund. Die stark ansteigenden Pacht- und Bodenpreise wirken sich ruinös aus. Beim bisherigen „Wachsen oder Weichen“ mit den Intensivierungs- und
Expansionsstrategien der einzelnen Betriebe kann es nur Verlierer auf allen Seiten geben. Betriebe verschulden sich stärker als bisher, um eine Eigentümerstruktur zu entwickeln. Dadurch besteht die Gefahr, dass sie an außerlandwirtschaftlicher Investoren geraten, die die örtliche Verankerung der
Betriebe und regionale Wertschöpfungsketten nicht interessiert.
· Zunehmend werden Hofnachfolgen zum Problem – in allen Landwirtschaftsbetrieben. Außerlandwirtschaftliche Investoren werden aktiv und kaufen Boden, Betriebsanteile oder komplette Betriebe. Wir müssen den bäuerlichen Nachwuchs fördern und landwirtschaftliche Neugründungen
erleichtern.
· Wir wollen, dass regionale Landwirtschaft und dezentrale Kreisläufe gestärkt werden, es gibt bereits zahlreiche, vorbildlich wirtschaftende Betriebe vor Ort. Dazu gehören keine flächenbezogenen Subventionen, die kleinere Betriebe benachteiligen und bäuerliche Neugründungen blockieren.
Stärkung des ländlichen Raumes durch eine intakte Umwelt, regionale Wirtschaftskreisläufe und sozial verantwortliches Handeln
Etwa 48% aller Sachsen leben im ländlichen Raum. Er umfasst gemäß Landesentwicklungsplan einen Flächenanteil von ca. 83,5%. Das Verdienstniveau als auch das Angebot an Arbeitsplätzen ist in den ländlichen Regionen gering.
· Dabei gehören die Beschäftigung und die Entwicklung der Infrstruktur im ländlichen Bereich unmittelbar zusammen. Wir brauchen wieder attraktive lebenswerte ländliche Regionen mit Arbeitsplätzen, Kindergärten, Schulen, öffentlichen Personennahverkehr, medizinischer Versorgung,
Kultur und Einkaufsstätten, um jungen Familien eine Zukunft dort zu ermöglichen.
· Die Wechselwirkung zwischen Stadt und Land und deren Annäherung ist notwendig, um das gegenseitige Verständnis zu fördern, da der Hauptteil der sächsischen Verbraucher in der Stadt lebt und die Lebensmittel im ländlichen Bereich erzeugt werden. Kochen als Kulturtechnik und
Landwirtschaft und Tierhaltung als Lebensgrundlage sollten begreifbarer Gegenstand des Unterrichtes in Schulen und Kindergärten werden, da dieses Grundwissen über die Generationen durch das Angebot von Industrieprodukten verloren geht.
Faire Preise – faires Einkommen
Weiterhin müssen wir die Regionen der Erde im Blick haben, wo Lebens- und Futtermittel für unseren Markt bislang in steigender Intensität erzeugt werden. Dazu gehören Lebens- und Genußmittel, wie Kaffee, Kakao, Reis, aber auch Soja, Blumen und Baumwolle.
- Das Ziel ist es, durch faire Handelsbeziehungen und Umwelt- und Sozialstandards die Lebensgrundlagen vor Ort zu verbessern. Durch direkte Partnerschaften und Kontrollen muß das System gestärkt werden, dass alle davon profitieren, die Erzeuger und die Verbraucher. Unser
Konsum darf nicht auf Kosten Dritter basieren. Mit Lebensmitteln spekuliert man nicht.
- Wir brauchen wieder faire Preise, um attraktive Arbeitsplätze und ordentlich entlohntes Personal in der Landwirtschaft, in den Verarbeitungsbetrieben und im Lebensmittelhandwerk zu unterstützen.
Wir brauchen faire Preise um einem Preiskampf entgegen zu wirken, der zu „Masse statt Qualität“ führt, langfristig orientierte Investitionen in den Betrieben erschwert und Landwirtschaftsbetriebe und VerbraucherInnen voneinander entfernt.
Die vorherrschende Agrarpolitik ist nicht alternativlos: Wir verfügen über das Wissen, die Technik und das Geld für eine Landwirtschaft, die Mensch, Tier und Umwelt sowie den ländlichen Regionen gerecht wird.
Wir müssen hin zu einer Agrarpolitik, die die Realitäten unseres endlichen Planeten anerkennt und sich von der Idee eines unbegrenzten Wirtschaftswachstums verabschiedet.